Geschichte Starcke-Häuschen

Wie einst der Dresdner Hofschauspieler Gustav Starcke (1848-1921) das Winzer-Häuschen bewohnte und Gedichte verfasste. Und wie Bonaventura Hödl das Winzerhaus konzipierte und uns die Fresko "Minerva" aus der grichischen Mytholigie bescherte.

"Ein Ort der Inspiration"

Der Dichter Gustav Starcke, der sich sein Sommerquartier in dem von Dr. Hödl
erbauten Winzerhäuschen einrichtete, schrieb 1906 das “ Sommer-Idyll -
Stimmungen auf dem Schloßberg in Graz” , worin er in romantischen,
schwelgerischen Versen seinen Gefühlen am Schloßberg Ausdruck verlieh. Das
Gebäude erhielt ihm zu Ehren den Namen “ Starcke-Häuschen” . Sogar der Dichter
entwickelte hier gärtnerische Neigungen und legte einige Beete um sein Häuschen
an, in denen er Efeu, Stiefmütterchen und Brennende Liebe zog. “ Das sind die
schwebenden Gärten des Herrn von Starcke! “ Sein “ Kapellenhäuschen” , in dem
heute ein Café und ein Gourmetrestaurant untergebracht ist, hielt er in folgendem Gedicht fest


“Wo einst auf steilen Felsen
Thomas ́Kapelle stand
Schaut heut ́ein weißes Häuschen
In ́s grüne Steirerland
In diesem schmalen Raume,
Geschmückt mit got ́schem Turm,
Haust Einer hier in Stille,
Weitab vom Lebenssturm.
Ob unten oder oben
Es donnert, blitzt und kracht,
Er hinter weißen Mauern
Hüllt sich in grüne Nacht.
Aus seinem schmalen Fenster,
Von Epheylaub umblüht,

Grüßt er die Freunde alle
Mit diesem schlichten Lied.”

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© Mit freundlicher Genehmigung des Steiermärkischen Landesarchivs

Einst der Pulverturm am Schloßberg - Zeuge der Geschichte, Zeuge der Zeit - ein Ort der Vergangenheit. Wiederbelebt durch den Willen eines Mannes, diesen Ort

zu etwas Besonderem zu machen - so begann es.

Wo der Dresdner Hofschauspieler Gustav Starcke eine Vielzahl an Stunden verlebte. Nicht nur um den Wein zu fröhnen, sondern seiner Bestimmung nachzugehen. Worte in Poesie zu fassen und diesem Ort nicht einen - sondern seinen Namen zu geben.

 

Was uns bleibt ist eine fragmentarische Aneinanderreihung von Geschichten rund um den Schloßberg, um Graz und seinen Namenspatron Gustav Starcke. Für jene das Winzerhäuschen die Quelle der Inspiration, der Begegnung und der Ruhe war. Wo bleiben diese Spuren und Sporen der Vergangenheit, wenn überhand nimmt der Verlust der Zeit. Sich auf das Wesentliche zu besinnen. Was war darf nicht vergessen werden, sonst werden wir zuerst vergessen. Greif nach den Spuren der Vergangenheit und belebe sie im Heute. Gib den Leuten weiter was einst üblich - werde unüblich und werde beäucgelt. Weg von Anmut hochgezüchtete Klischees. Hin zu greifbaren Fundstücken, die Geschichte zeigen, erzählen und spüren lassen. Bewusst "sein" was das Bewusstsein immer tut.

"WIR greifen nach den Spuren der Vergangenheit und beleben Sie im Heute. Es ist unsere Aufgabe diese Schätze in ihrer Vergänglichkeit zu achten und am Leben zu erhalten, die das Starcke Haus zu dem machen, was es ist: Ein Ort der Inspiration"

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Fresko "Minerva"

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